Auf seidenem Faden gegen Osten

Nach einer langen Heimreise sind wir wohlbehalten aber müde in der Schweiz gelandet. Eine tolle Zeit auf den Philippinen und in Borneo mit vielen interessanten Begegnungen, faszinierenden Erlebnissen und unvergesslichen Eindrücken liegt hinter uns, ist Geschichte. Trotz allem Erlebten, hätten wir keine so lange Winterpause gemacht, wir wüssten nicht, wie sehr uns das Velofahren fehlt und dass das Unterwegssein im Sattel mit nichts aufzuwiegen ist. Was kommt nun?

Unsere Räder sind revidiert, Zelt und Schlafsäcke ausgelüftet, die Route ist besprochen . . . und unsere Kondition so ziemlich im Eimer, höchste Zeit also, in die Pedale zu treten. In der dritten Aprilwoche nehmen wir von Ankara aus die klassische Seidenstrasse unter die Räder, fahren also auf den Spuren von Marco Polo, dem berühmten venezianischen Handelsreisenden aus dem 13. Jahrhundert, Richtung Osten, dem Sonnenaufgang entgegen.

Nach der Türkei ist ein Abstecher durch die gebirgigen aber äusserst reizvollen Länder Georgien und Armenien geplant, um anschliessend in den Iran und wieder auf die Seidenstrasse zu gelangen. Turkmenistan, Usbekistan und Kirgistan heissen die ehemaligen Sowietrepubliken auf unserem Weg nach China. Isfahan, Buchara, Samarkand, Taschkent die faszinierenden Perlen auf dem roten Bepitha-Seidenfaden. Wie werden wir die hohen Pässe auf dem Pamir Highway Richtung chinesische Grenze erleben? Reicht der „Pfuus“ um sie zu fahren? Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf imposante Gebirgslandschaften, einsame Bergtäler mit Blick auf sechs- und siebentausender Bergriesen und etwas weniger auf die Schotterpisten. Gut 6500 Kilometer schlängelt sich unsere Route durch das Reich der Mitte mit seinen faszinierenden Gesichtern. Einmal auf der Chinesischen Mauer stehen, davon träumt Bea seit Kindertagen. Unter Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, ziehen wir den Jahrestouren-Schlussstrich. So ist unsere lange Reise nach Osten geplant.

Unsere geplante Reiseroute auf der Seidenstrasse